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Deutsche Pfandbriefe im Vergleich

Casper Andersen

Casper Andersen

Standard & Poors's

Die beiden Grafiken verdeutlichen, wie sich die Zusammensetzung der in den Deckungsmassen befindlichen Vermögenswerte (sowohl der Anteil der gewerblichen Immobilien als auch der Anteil deutscher Vermögenswerte allgemein) in den letzten zehn Jahren verändert hat.

Grafik 1

Die Zusammensetzung der Deckungsmassen hat bedeutenden Einfluss auf die Risikoanalyse von S&Ps und solche Schwankungen können daher zu einer Veränderung der Überdeckungsanforderung führen. Grafik 1 zeigt den Anteil gewerblicher Finanzierungen in den Deckungsmassen der Emittenten.

Grafik 2

Wie in Grafik 2 ersichtlich, variiert der Anteil deutscher Vermögenswerte in den Deckungsmassen einzelner Emittenten in den letzten zehn Jahren. Während viele Emittenten deutsche Deckungsswerte bevorzugen, gibt es auch Emittenten, die nicht ausschließlich deutsche Deckungswerte aufnehmen. S&Ps Deckungsstockanalyse basiert auf den Kriterien des jeweiligen Landes in dem sich Deckungswerte befinden, S&Ps „resolution regime-“ und „jurisdictional support-“ Analyse reflektieren hingegen die Jurisdiktion des Emittenten.

Auch wenn S&P von einer Änderung dieser Vermögenswerte und der damit verbundenen Risiken ausgeht, so wird das S&Ps Meinung nach geringe Auswirkungen auf das Rating der von S&P bewerteten deutschen Pfandbriefe haben. Höhere Kreditrisiken und eine damit verbundene Verschlechterung der Kreditqualität kann durch die vorhandene Überdeckung und durch das höhere Emittentenrating absorbiert werden.

Zur Analyse S&P German Covered Bond Market Insights 2021.